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Allgemeine und Digitale Forensik - Bachelor

Fakultät Angewandte Computer- und Biowissenschaften
Studiengang Allgemeine und Digitale Forensik
Abschluss Bachelor
Akademischer Grad Bachelor of Science
Beginn Wintersemester
Regelstudienzeit 6 Semester
Anschlussqualifikation Cybercrime/Cybersecurity (M.Sc.)
Kategorie Informatik
Naturwissenschaften
Studienform Vollzeitstudium
Zulassungsbeschränkung Ja
Studiengebühren Nein
Credits 180
Akkreditiert Nein
Bewerbungs-Portal Online-Bewerbung

Studienziel

Computer, Internet und Digitalisierung haben neue Betätigungsfelder für Verbrecher geschaffen. Nutze die Mittel der Informatik, um sie aufzuklären oder zu verhindern.

Der Schwerpunkt des Studiengangs liegt auf der Verknüpfung und Analyse von digitalen und digitalisierten forensischen Daten. Du lernst, die von Ermittlern bei der klassischen Tatortarbeit oder digital gesicherten Daten methodisch auszuwerten, zu analysieren und zu interpretieren, sodass sie auch als Beweismittel in einem Strafverfahren vor Gericht eingesetzt werden können.

Neben umfangreichem Informatikwissen erwirbst und vertiefst du im Studium grundlegende naturwissenschaftliche Kenntnisse und Methoden zur Modellierung und Simulation komplexer Systeme im Bereich der modernen Forensik.

Karriereperspektiven

Ohne Informatik geht in der modernen Fallarbeit nichts. Wer sie zu nutzen weiß, kann zum gefragten Experten für Polizei, Gerichte und Unternehmen werden.

Eines der wichtigsten Prinzipien der Forensik ist die Locard’sche Regel: Es gibt keinen Kontakt zwischen zwei Objekten, ohne dass wechselseitige Spuren entstehen. Solche Spuren im Digitalen zu finden, zu sichern und zu analysieren, ist für Behörden und Unternehmen noch immer eine riesige Herausforderung. Die digitale Forensik ist eine junge Disziplin, entsprechend fehlt Fachpersonal.

Mit dem fachspezifischen Wissen aus Mittweida wirst du zum IT-Experten, der Behörden bei der Aufklärung von Verbrechen unterstützt oder Unternehmen und Institutionen im Bereich IT-Sicherheit hilft, diese erst gar nicht geschehen zu lassen. Du arbeitest beispielweise als

  • Cyberkriminalist bei BKA, Junior Cyber-Sicherheitsanalyst des BND, IT-Forensiker als Offizier der Bundeswehr,
  • Network & IT Security Consultant für Unternehmen,
  • Softwareentwickler für Forensik, IT-Security und Biometrie,
  • Penetration Tester in der IT-Sicherheit,
  • Big Data Analyst für Unternehmen der Industrie
  • Gutachter und forensischer Dienstleister für und in Ermittlungsbehörden (Polizei, Staatsanwaltschaft, Zoll)

Studienaufbau

Wer die moderne Forensik beherrschen will, muss die Methoden der klassischen Forensik verstehen und adaptieren.

Mithilfe interdisziplinärer Module verschaffst du dir deshalb ein umfassendes Bild der Methoden und Herausforderungen der modernen Forensik. In jedem Semester widmest du dich in einem Modul der klassischen Forensik und legst damit die Grundlage, um die Herausforderungen der IT-Forensik zu meistern.

Dafür nutzt du die Informatik als Werkzeug. Im Zentrum des Studiums stehen die neuen, digitalen Disziplinen der Forensik: Sicherung und Analyse digitaler Spuren, Bildverarbeitung, Datenrekonstruktion, IT-Sicherheit und Verschlüsselungstechnik. Themen wie Grundlagen der Tatortarbeit, Kriminalistik, Kriminologie und klassische Forensik inklusive forensischer Biologie ermöglichen dir, die Methoden ins Digitale zu übertragen.

Das in den Vorlesungen vermittelte Wissen setzt du in praktischen Übungen unmittelbar ein. Die Arbeit mit digitalen und physischen Beweismitteln und Spuren sowie an realitätsnahen Projekten spielen während des gesamten Studiums eine zentrale Rolle. Zahlreiche Praktika und Experimente in den verschiedenen Computer-Pools und Laboren dienen dazu, die für das Berufsleben erforderlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erwerben.

Webseite der Forschungsgruppe

Bewerbung und Zulassung

Dein Interesse ist geweckt?

Das Bachelorstudium startet im Wintersemester (ab Oktober). Um die Chance auf einen Studienplatz zu haben, musst du dich rechtzeitig bewerben. Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt, da wir mehr Bewerberinnen und Bewerber als Studienplätze haben. Deshalb findet ein Auswahlverfahren statt, um die geeignetsten Bewerber zu finden.

Registriere dich unter hs-mittweida.de/bewerben. Sobald du alle Formulare und Nachweise übermittelt hast, nimmst du am Auswahlverfahren für das Studium teil. Wenn du einen Studienplatz bekommst, kannst du dich online immatrikulieren.

Du kannst dein Studium in Mittweida aufnehmen, wenn du über

  • die allgemeine Hochschulreife oder
  • die fachgebundene Hochschulreife (für die entsprechende Fachrichtung) oder
  • die Fachhochschulreife verfügst.

Alle Informationen zu Bewerbungsfristen, zum Auswahlverfahren und den erforderlichen Unterlagen findet du in den Hinweisen zur Bewerbung.

Falls du keine der oben genannten Abschlüsse vorweisen kannst, hast du die Möglichkeit, einen Hochschulzugang zu erwerben. Alle Informationen zum Studieren ohne Abitur findest du auf der Seite Studieren ohne Abitur.

Für internationale Studienbewerber gelten gesonderte Bewerbungsfrist. Alle Informationen dazu gibt es auf der Seite für internationale Studieninteressierte.

Ein Vorpraktikum ist für das Studium nicht nötig. Du solltest Grundkenntnisse im Umgang mit dem PC und aktuellen Betriebssystemen mitbringen. Gute Kenntnisse in Mathematik, Biologie und Englisch sind auch von Vorteil. Wenn du schon erste Erfahrungen in der Programmierung gemacht hast, ist das nützlich aber nicht unbedingt notwendig.