Weltbienentag 2021

Weltbienentag 2021

Der 20. Mai ist Weltbienentag! Dieser Tag ehrt den slowenischen Bienenwissenschaftler Anton Janscha, Pionier der Imkerei und Betreiber der ersten modernen Imkerei-Schule. Bienen leisten mit der Bestäubung einen wichtigen Beitrag für die Biodiversität und unsere Ernährung, denn über 70 % der globalen Feldfrüchte profitieren von ihrer Arbeit. Die Blütenbestäubung durch Bienen ist aber auch absolut unverzichtbar für ein stabiles Ökosystem. Außerdem sorgen sie für die genetische Durchmischung von Wild- und Nutzpflanzen. Doch durch die Intensivierung der Landwirtschaft, werden Agrarsysteme strukturell monotonisiert. Das Nahrungsangebot für Bienen in Form von Blütenpollen und Nektar vereinfacht sich dementsprechend ebenfalls. Aber gerade die Diversität von Landschaften sorgt für ein vielfältiges Pollenangebot, das sich positiv auf das Immunsystem von Bestäubern auswirkt. Eine einseitige Pollenernährung führt zu Nährstoffmangel und gegebenenfalls sogar zum Verlust eines kompletten Bienenvolkes durch Mangelernährung und Schwächung.

Um sinnvolle Managementstrategien und Konzepte zur Erhaltung oder Wiederherstellung der biologischen Vielfalt zu etablieren, müssen Informationen über das Vorhandensein von Flora und Fauna in verschiedenen Landschaftsszenarien gesammelt und ausgewertet werden. Solche Methoden werden als Biomonitoring zusammengefasst. Informationen über Bestäuber-Pflanze-Netzwerke sind von Nutzen, da sie dazu beitragen können, Agrarsysteme im Sinne der Biodiversität nachhaltig zu verändern. Das heißt, dass das Sammelverhalten von Bestäubern in verschiedenen Habitaten dokumentiert wird. Auch wir befassen uns mit dem Speiseplan dieser wichtigen Lebewesen in einem Forschungsprojekt. Dafür analysieren wir die Erbinformation in durch Bienen eingetragenen Pollenkörnern, um auf auf die Herkunftspflanze zurückweisen.