Bachelor Biotechnologie

Fakultät Angewandte Computer- und Biowissenschaften
Studiengang Biotechnologie
Abschluss Bachelor
Abschlussgrad Bachelor of Sciences
Beginn WS
Regelstudienzeit 6 Semester
Anschlussqualifikation Molekularbiologie/ Bioinformatik (M.Sc.)
Kategorie Naturwissenschaften
Technik
Studienrichtungen Molekulare Diagnostik
Bioinformatik
Umweltbiotechnologie
Studienform Vollzeitstudium
Zulassungsbeschränkung Nein
Studiengebühren Nein
Credits 180
Akkreditiert Nein
Bewerbungs-Portal Onlinebewerbung für zulassungsfreie Studiengänge

Worum geht es ...

Die Sonnenblume als Energiepflanze

Heute machen wir uns Sorgen über persönliche Daten im Internet – aber hinterlassen gedankenlos die Kaffeetasse im Café. Mit Methoden der molekularen Diagnostik können Freund wie Feind nicht nur dein Geschlecht aus DNA-Rückständen des Speichels nachweisen, sondern auch ein Krankheitsprofil erstellen oder gar Verhaltensweisen vorhersagen. Die Analyse der DNA beginnt im Labor, wird dann aber am Computer fortgeführt. Auch das Gebiet der Bioinformatik befasst sich mit der Analyse und Darstellung biologischer Daten am Computer. Einen besonderen Schwerpunkt bildet hier die Integration vieler Datenquellen, um z.B. die Lebensweise eines Bakteriums umfassend zu beschreiben. Solche Daten können verwendet werden um z. B. mit Hilfe von Mikroorganismen aus Sonnenlicht Biotreibstoffe herzustellen, besondere Metalle anzureichern, belastete Böden zu sanieren oder Industrieabwässer zu reinigen. Damit befasst sich die Umweltbiotechnologie. Alle drei Richtungen der modernen Biotechnologie kann man in Mittweida in Sachsen studieren. Nach sechs Semestern haben Sie den Bachelor of Science in Biotechnologie in der Tasche, nach weiteren vier Semestern den Master und Sie können aktiv daran mitarbeiten, die Zukunft ein Stückchen attraktiver zu gestalten. Mittweida? Wir sind eine kleine Hochschule für angewandte Wissenschaften, die 1867 gegründet wurde. Rund 5.000 Studierende unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen genießen den kompakten Campus und die unmittelbare Nähe zu den Dozenten.

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Berufsfelder

3D-Modellierung von Proteinen zur Aufklärung und Simulation von Wirkmechanismen
Gegen Kraut- und Knollenfäule resistente Kartoffeln (rechts) im Vergleich zu herkömmlichen Sorten

 Die biotechnologische Industrie entwickelte sich in den letzten Jahren rasant, vor allem auch in Sachsen. Absolventen/Absolventinnen des Studienganges Biotechnologie haben daher gute Aussichten auf eine lukrative Beschäftigung in Unternehmen der Biotechnologie (z.B. Produktion von Zelllinien und Starterkulturen), der Pharmaindustrie (Produktion von Hormonen, Medikamentenentwicklung etc.), der Chemieindustrie (Produktion von Waschmittelenzymen, von Lösungsmitteln, von Biopolymeren etc.), der Lebensmittelindustrie (z.B. Alkoholfermentationen, Herstellung funktioneller Lebensmittel etc.), der Sensortechnik (z.B. Herstellung von Biosensoren für Blutzuckertests etc.) oder spezialisierter Dienstleister (z.B. Vaterschaftstests, vorgeburtliche Diagnostik, Keimzahlbestimmungen und Erregernachweis etc.).  Zu den Aufgabenbereichen gehören u. a. die Anwendung von Technologien, die Produktentwicklung, Entwicklung biologischer Analyseverfahren und die Qualitätssicherung.  Ein Schwerpunkt des Studiums liegt im Bereich der Umweltbiotechnologie und daher bieten sich den Absolventen zudem zahlreiche Arbeitsplätze im vor- und nachsorgenden Umweltschutz (z.B. im Bereich der biologischen Altlastensanierung oder Industrieabwasserreinigung). Da die Absolventen/Absolventinnen ihr Know-how der Biotechnologie und Ingenieurwissenschaften mit Kenntnissen der Bioinformatik zu verknüpfen wissen, erhöht sich ihre Attraktivität für Unternehmen der Molekularbiologie, für Softwareentwickler, Datenbankbetreiber und Forschungseinrichtungen. 

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Studienziel

Pipettierroboter für Hochdurchsatz Einsätze

Der unten aufgeführte Studienaufbau hat zum Ziel, Sie gezielt auf eine Tätigkeit an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis auszubilden. Durch entsprechende Wahl der Studienrichtung, der 3-monatigen Projektarbeit und der 3-monatigen Bachelorarbeit liegt es in Ihrer Hand, den Schwerpunkt des Studiums in die eine oder andere Richtung zu verschieben. In jedem Fall werden Sie sowohl im Umgang mit biologischen Daten und im Umgang mit biologischem Material in einer Weise trainiert sein, die es Ihnen erlaubt, interdisziplinär im Team zu arbeiten.
Darüber hinaus erhalten Sie eine einführende Ausbildung in Softskills wie Kommunikation, Rhetorik und technischem Englisch, die Sie für das Berufsleben zusätzlich qualifiziert.
Nach erfolgreichem Studienabschluss sind Sie in der Lage in der Industrie oder Akademia zu arbeiten oder sich mit der Aufnahme eines Master Studiengangs weiter zu qualifizieren.

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Studienaufbau

Studienaufbau

Der jeweils im Wintersemester beginnende, berufsqualifizierende Bachelorstudiengang Biotechnologie umfasst 6 Semester Regelstudienzeit und wird mit dem internationalen akademischen Grad des Bachelor of Science (B.Sc.) abgeschlossen.
Das erste Studienjahr beinhaltet neben der theoretischen und praktischen Erarbeitung der notwendigen Grundlagen aus der Mathematik, Chemie, Physik,  Bioinformatik und Mikrobiologie auch Wahlpflichtfächer wie u.a. Kommunikation und Rhetorik.
Im zweiten und dritten Studienjahr erfolgt eine Vertiefung und die Einführung in Statistik, Biochemie, Molekularbiologie, Gentechnik, Biotechnologie und Bioverfahrenstechnik. Je nach gewählter Studienrichtung werden folgende Fächer angeboten:

- Umweltbiotechnologie (Umweltbiotechnologie, Umwelttechnik, Chemo-/Biosensorik, Ökotoxikologie und Angewandte Biotechnologie)

- Molekulare Diagnostik (Bioanalytik, Mol. Zellbiologie, Zellkulturtechnik, Methoden der mol. Diagostik und Angewandte Biotechnologie)

- Bioinformatik (bioinf. Strukturbiologie und Omics, Bioinformatische Lösungsstrategien, Problemorientierte Programmierung, Systembiologie und Modellierung, Grundlagen der Digitalen Forensik)

Zudem bieten Wahlfächer die Möglichkeit auch Fächer neben der eigentlichen Studienrichtung zu besuchen. Das fünfte Semester beinhaltet u.a. eine eigenständige 3-monatige Projektarbeit. Abgeschlossen wird das Studium im 6. Semester mit der 3-monatigen Bachelorarbeit. In der Regel wird der Praxisteil in regionalen, nationalen oder internationalen Unternehmen durchgeführt.
Für jedes erfolgreich abgeschlossene Modul werden Leistungspunkte (European Credit Transfer System - ECTS) und eine Note vergeben. Daraus errechnet sich am Schluss des Studiums die Endnote. Die Bachelorprüfung besteht aus den Modulprüfungen einschließlich des Bachelorprojekts. Das Bachelorprojekt besteht aus der schriftlichen Bachelorarbeit und deren mündlichen Verteidigung in einem Kolloquium. Der Bachelor-Abschluss qualifiziert Sie für das Master Studium, das nach vier weiteren Semestern mit dem akademischen Grad „Master of Science“ abschließt. 

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Ausbildung

steriles Arbeiten in der Zellkultur

Die Biotechnologiebranche ist eine Industrie mit einer großen Vielfalt an Technologien, Produkten und Dienstleistungen in den unterschiedlichsten wirtschaftlichen Betätigungsfeldern. Sie unterliegt zudem aufgrund einer sich ständig weiterentwickelnden Methodenvielfalt einem rasanten Wandel.

Nicht nur die Vermittlung von Spezialwissen, sondern vor allem die Vermittlung von Kompetenzen zur Gewinnung dieses sich stetig wandelnden und wachsenden Wissens auf der Basis solider natur- und ingenieurwissenschaftlicher Grundlagen ist daher das Ziel der Ausbildung an der Hochschule Mittweida. Die Absolventen/Absolventinnen sollen befähigt werden, sich rasch in interdisziplinäre Fragestellungen einzuarbeiten und sie selbstständig und kreativ zu lösen. Sie sollen neue Entwicklungen der Biotechnologie verstehen und branchenübergreifend nutzen können. Der Schwerpunkt der Biotechnologieausbildung liegt dabei im Bereich der Umweltbiotechnologie, Molekularen Diagnostik und Bioinformatik.

Der Studiengang Biotechnologie vermittelt nicht nur Wissen über die einzelnen Disziplinen der Biotechnologie, sondern vernetzt weitere Wissensgebiete. Diese Interdisziplinarität und Komplexität ist eine stete Herausforderung und setzt bei den Studierenden Leistungsbereitschaft und ein großes Interesse sowohl an den Lebenswissenschaften (Biotechnologie, Mikrobiologie, Chemie, Biochemie) als auch an den Formalwissenschaften (Mathematik und Informatik) voraus. Erwartet wird zudem ein Interesse an praxisnahen Fragestellungen.

Die praktischen Fertigkeiten können in den modernen Laboratorien der Hochschule erlernt werden. Zur Laborausstattung gehören im Bereich der Biotechnologie Autoklaven, Sicherheitswerkbänke, Inkubatoren, Zentrifugen, Bioreaktoren, Fluoreszenz- und Phasenkontrastmikroskope, ein konfokales Laserscan-Mikroskop, ein Pipettierroboter und zahlreiche Analysensysteme, wie z.B. Thermocycler zur DNA-Vervielfältigung (PCR) und DNA-Quantifizierung (qPCR), Gelelektrophoresen, Spektral- und Fluoreszenzphotometer sowie Gas- und Hochleistungsflüssigchromatographen (GC und HPLC).

Moderne Computerpools mit Standard- und Spezialsoftware sowie Datenbanksystemen erlauben eine hochqualitative bioinformatische Ausbildung. Die in der Hochschule vorhandene besondere Fachkompetenz auf Gebieten der Materialwissenschaften, der Laser- und Medizintechnik, der Analytik und Sensorik fließen dabei nutzbringend in die theoretische und praktische Lehre ein. Damit können auch besonders innovative Themen wie Bionanotechnologie, Biosensorik und Biomaterialforschung als Spezialthemen in der Lehre angeboten werden. 

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Zugangsvoraussetzungen

3D-Einblick in die mikrobielle Welt mittels der konfokalen Laser-Scan Mikroskopie

Das Studium im Studiengang Biotechnologie an der Hochschule Mittweida kann aufnehmen wer:

  • die allgemeine Hochschulreife
  • die fachgebundene Hochschulreife (für die entsprechende Fachrichtung)
  • die Fachhochschulreife

verfügt. Daneben bestehen weitere Möglichkeiten, Zugang zu einem Hochschulstudium zu erhalten. Diese sind auf der Seite Studieren ohne Abitur dargestellt.

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Bewerbung

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